Tödlicher Verkehrsunfall auf der A 3 zwischen Kirchroth und Wörth a.d. Donau Nachtrag zur Nachricht vom 12.02.2018

Polizei
© Polizei Bayern. Symbolbild

Wie bereits berichtet, ereignete sich am 12.02.2018 um 16:40 Uhr auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Kirchroth und Wörth/Donau in Fahrtrichtung Regensburg ein schwerer Verkehrsunfall mit einer getöteten Person.

Zum Unfallzeitpunkt war die Sicht nicht beeinträchtigt und die Fahrbahn trocken.

Ein 51-jähriger ungarischer Kraftfahrer aus Szigetszentmiklos befuhr mit seinem Lkw zum Unfallzeitpunkt den rechten Fahrstreifen mit 88 km/h. Er hatte den Tempomat eingestellt. Plötzlich und für den Lkw-Fahrer völlig unerwartet, verspürte er einen heftigen Anprall auf sein Fahrzeugheck. Er bremste seinen Lkw dann ab und fuhr auf den Seitenstreifen. Dort stellte er fest, dass ein Pkw unter seinem Lkw eingeklemmt war. Es handelte sich um einen Audi, der praktisch ungebremst auf den Lkw aufgefahren war. Durch die Wucht des Anpralls wurde der Pkw weit unter die Ladefläche des Lkw geschoben und verkeilte sich dort. Der 49-jährige Audi-Fahrer aus dem Landkreis Schwandorf war sofort tot. Der mit einem Rettungshubschrauber an die Unfallstelle eingeflogenen Notarzt konnte nichts mehr für den Verunglückten tun. Die Bergung des Schwandorfers wurde durch die Feuerwehr durchgeführt.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft in Regensburg wurde ein Gutachter zur Unfallstelle beordert und mit der Erstellung eines technischen sowie unfallanalytischen Gutachtens betraut. Es wurde eine Blutentnahme beim Pkw-Fahrer angeordnet und sein Fahrzeug sichergestellt.

Der Lkw-Fahrer, der sichtlich unter Schock stand, musste sich einem Atemalkoholtest unterziehen. Dieser ergab einen Wert von 0,00 Promille. Auch die Auswertung des digitalen Kontrollgerätes führte zu keinerlei Beanstandung des Ungarn.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 26000 Euro.

Die Unfallstelle musste von 17:00 bis 22:15 Uhr total gesperrt werden. Es kam daher zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zu einem Rückstau bis über die Anschlussstelle Straubing hinaus.
Es wurde eine Ausleitung an der Anschlussstelle Kirchroth durch die Autobahnmeisterei eingerichtet.

Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchroth, Parkstetten, Bogen und Hunderdorf sowie fünf Streifenfahrzeuge der Polizei. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Das „Rote Kreuz“ kümmerte sich anschließend noch um die Versorgung der im Stau stehenden Fahrzeugführer.

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