Bayernweites Pilotprojekt – „Segways“ bei der Polizei startet in Regensburg

„Segways“ bei der Polizei startet in Regensburg
@ Polizei - Bürgernähe zählt, die Polizei auf den neuen Segways im Kontakt.

REGENSBURG. Am Vormittag des Freitag, 05.10.2018 stellte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister auf dem Neupfarrplatz in Regensburg ein neues Einsatzmittel vor.

Die elektrisch betriebenen Stehroller werden ein Jahr lang in Regensburg erprobt, bevor das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration über die bayernweite Einführung der Mobilitätshilfe entscheidet.

Dabei stand Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, zusammen mit dem Leiter der Polizeiinspektion Regensburg Süd, Leitenden Polizeidirektor Gerhard Roider, den Vertretern der Presse Rede und Antwort. So konnten Sie Hintergründe zu dem bayernweit einmaligen Pilotversuch, den technischen Daten der Fahrzeuge und den Einsatzmöglichkeiten vermitteln.

Das Projekt „Stark für Regensburg“, mit dem Schwerpunkt einer hohen Polizeipräsenz im Stadtgebiet, erscheint für die Testphase der Segways ideal, so dass das zuständige Ministerium die Regensburger Polizei mit der Erprobung beauftragt hat.

Polizeibeamte aus der Domstadt demonstrierten schließlich die Wendigkeit und das mögliche Tempo der neuen Einsatzfahrzeuge im Rahmen einer Fahrvorführung.

Die zu erwartenden Vorteile gilt es nun ein Jahr lang zu testen und schließlich zu evaluieren:

die eingesetzten Beamten/innen

  • können deutlich weitere Strecken als zu Fuß ermüdungsfrei zurücklegen,
  • haben durch die erhöhte Standposition einen besseren Überblick und sind leichter zu sehen und erkennbar,
  • können sich in Bereichen, wie Fußgängerzonen und Bereichen die mit anderen Fahrzeugen häufig schwerer zu befahren sind, sehr langsam aber auch relativ schnell fortbewegen,
  • sind für Bürgerinnen und Bürger leichter ansprechbar als beispielsweise in einem Streifenfahrzeug.

Hintergrundinformationen:
Bei den beiden elektronischen Stehrollern handelt es sich um Fahrzeuge der Marke Segway, Modell PTi2SE mit einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und einer Reichweite von bis zu 38 Kilometern.

Die Geräte verfügen über keine Sonderwarnanlage (Blaulicht/Martinshorn), sie sind jedoch im neuen Design der Bayerischen Polizei ausgestaltet.

Für das Führen solcher Fahrzeuge gilt keine Helmpflicht, dennoch werden die Polizeibeamten/innen hierfür - schon aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Fürsorgepflicht - mit hochwertigen Fahrradhelmen ausgestattet.

Das dienstliche Führen der Fahrzeuge bedingt einer Einweisung durch eigens hierfür geschulte Multiplikatoren bei den Dienststellen. Das Fahren ist schnell und sicher zu erlernen.

Die Segways sind von der Fahrzeugzulassungsverordnung ausgenommen – jedoch besteht eine Versicherungspflicht. Für die Fahrzeuge des Freistaates Bayern - als Selbstversicherer - werden deshalb Unterscheidungskennzeichen, die Versicherungskennzeichen (Mofa) ähneln, angebracht.

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