Mobile Bildungsberatung wird auf den Weg gebracht

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Foto: Viktor Hanacek, picjumbo.com, Symbolbild

REGENSBURG. Der Landkreis Regensburg will die Chancen von Menschen aus sogenannten „bildungsferneren Milieus“ verbessern. Dazu soll in den nächsten Monaten eine „mobile Bildungsberatung“, angegliedert an die Volkshochschule Regensburger Land, eingerichtet werden.

Für die Bezuschussung der Vollzeitstelle in Höhe von 50.000 Euro jährlich hat der Kreisausschuss bereits grünes Licht gegeben. Menschen mit besonderem Beratungs- und Grund­bildungs­bedarf werden so individuell noch stärker unterstützt.

Im Rahmen der Initiative „Bildungsregion Bayern“ hat der Landkreis Regensburg die Angebote in der Erwachsenenbildung analysiert und die Notwendigkeit einer trägerunabhängigen, wohnortnahen Bildungsberatung für den Landkreis festgestellt. Ein besonderer Beratungs- und Grund­bildungs­bedarf besteht demnach vor allem für sogenannte „Bildungsbenachteiligte“, d.h. Personen aus bildungsfernen Schichten, Menschen – insbesondere Frauen – mit Migrations­hintergrund, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringer oder ohne Qualifikation, Berufsanfänger und Auszubildende. Für sie gilt: Ihre aktive Bildungsbeteiligung ist gering, sie haben Schwierigkeiten, ihren Bildungsbedarf zu erkennen und selbständig die passenden Weiter­bildungs­angebote zu finden. Hinzu kommt eine häufig geringe Mobilität, die den Schritt, Beratung und Grund­bildungs­angebote nachzufragen, noch erschwert.

Um hier im Flächen­land­kreis Regensburg möglichst rasch und kosteneffizient Abhilfe zu schaffen, wurde das Konzept für eine mobile Beratungsstelle entwickelt. Den Ausschlag für die Angliederung an die VHS gaben Vorteile wie die gute räumliche Erreichbarkeit und die große Erfahrung in der Erwachsenenbildung für alle. Die Beratung kann dann im Rahmen sogenannter „Bildungslokale“ angeboten werden, die wiederum an die jeweiligen VHS-Außenstellen angedockt sind. Ihr Ziel sind niederschwellige Grundbildungsangebote, die insbesondere Menschen mit unzureichenden Kenntnissen in Sprache, Schrift und im Rechnen erreichen sollen. Aufgabe der Bildungsberaterin oder des Bildungsberaters wird es sein, die Situation der Ratsuchenden anzusprechen, den Status Quo zu analysieren und ein Konzept für den weiteren Bildungsweg vorzuschlagen.

Angedacht sind Bildungslokale in Schierling, Neutraubling, Lappersdorf, Regenstauf und Nittendorf oder Hemau. Nach einem festen Rhythmus werden die einzelnen Beratungsstellen/Bildungslokale mindestens einmal pro Woche geöffnet haben, die Beratungsstelle in Neutraubling soll täglich besetzt ist.

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