Sicher zur Schule – Lotsendienst an der Pestalozzi Grundschule installiert

Sicher zur Schule
© Stadt Regensburg, Anna Schledorn - Maria Simon von der Freiwilligenagentur mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Franz Wartner der Schulleiter der Pestalozzi Grundschule mit Amanda Gold, Tina Moser und Sura Al-Kaabi, drei der Ehrenamtliche die den Lotsendienst durchführen

REGENSBURG. Am 10. Mai hat die Pestalozzi Grundschule ihren Lotsendienst vorgestellt. Er hilft den Kindern, die vielbefahrene Landshuter Straße zu überqueren.

„Im Rahmen der Spielleitplanung sind wir mit Kindern und Jugendlichen den Stadtteil abgelaufen und haben uns zeigen lassen, wo sie sich aufhalten und welche Wege sie nutzen“, erklärt Anna Schledorn vom Amt für kommunale Jugendarbeit bei der Stadt Regensburg. „Kinder sollen gerne in die Schule gehen und dazu gehört bereits ein sicherer Weg dorthin. Deshalb schauen sich unsere Experten des Spielleitplans auch die Schulwege ganz genau an“, so Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Weil sich die Querung der Landshuter Straße im morgendlichen Berufsverkehr als besonders heikel darstellte, empfahlen die Fachleute der Spielleitplanung einen Lotsendienst. Viele Kinder hatten beklagt, dass sie trotz einer Ampel an der Landshuter Straße immer wieder von Autofahrern übersehen würden, obwohl sie bevorrechtigt sind.

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Über lange Zeit hinweg war es der Schule alleine nicht gelungen, ausreichend Eltern für einen ehrenamtlichen Lotsendienst zu gewinnen. Als das Amt für kommunale Jugendarbeit den Verkehrsüberwachungsdienst, die Polizei und die Freiwilligenagentur des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mit an den Tisch holte, konnte das Vorhaben schließlich realisiert werden. Gemeinsam wurde die Fußgängerampel an der Kreuzung Hornstraße - Landshuter Straße, direkt vor der Pestalozzi Grundschule, als beste Querungsmöglichkeit bestimmt. Maria Simon von der Freiwilligenagentur gelang es, einen Ehrenamtlichen zu akquirieren, der nun gemeinsam mit vier Eltern den Lotsendienst durchführt.

Ende November bekam das Lotsenteam eine Einführung durch die Polizei und wurde mit Kellen und Signaljacken ausgestattet. Seit 3. Dezember 2018 helfen die Lotsen den Kindern jeden Tag im Berufsverkehr von 7.30 bis 8 Uhr. Die Gruppe wird von einer Mutter eigenständig organisiert. Die Freiwilligen sprechen sich untereinander ab. Da die Kinder mittags zu unterschiedlichen Zeiten Schulschluss haben, wäre ein weiterer Lotsendienst personell sehr aufwendig und kann daher derzeit nicht geleistet werden.
„Die Einführung eines Lotsendienstes an der neuralgischen Ampel ist seit Jahren ein Anliegen der Schulleitung und des Elternbeirates“, erklärt Franz Wartner, Schulleiter der Pestalozzi Grundschule. „Mehrfach wurden Versuche initiiert, diesen Dienst zu starten, es scheiterte jedoch immer wieder an der mangelnden Bereitschaft der Eltern, selbst aktiv zu werden. Ich freue mich sehr, dass es uns mit der Freiwilligenagentur und den Eltern gelungen ist, den Lotsendienst in diesem Schuljahr zu starten. Das Ganze klappt prima und dient der Sicherheit unserer Schulkinder. Auch das regelmäßige Engagement der Eltern ist für das Schulleben ein positiver Aspekt.“

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